Ab Mai kommenden Jahres gilt die Freizügigkeit in Europa, was das Anbieten von Dienstleistungen betrifft. Ab diesem Zeitpunkt kann mit noch niedrigeren Löhnen in der Bundesrepublik gearbeitet werden, als das gegenwärtig der Fall ist. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer empfinden es als Bedrohung, dass Menschen zu noch niedrigeren Löhnen beschäftigt werden können als die, die sie selber bekommen. Wenn die schwarz/gelbe Bundesregierung ihre Blockade gegen den Mindestlohn aufgeben würde, wäre dieses Problem bei weitem entschärft.
Wenn die Sorgen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ernst genommen werden würden und tatsächlich ein Mindestlohn eingeführt werden würde, und zwar möglichst rasch – wir haben nur – siehe oben – Tage Zeit dafür –, dann hätten wir diese Debatte sehr schnell entschärft und könnten uns wieder um die eigentlichen Probleme in unserem Lande kümmern.
Siehe auch: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit