Nicht nur die Herren vom Spiegel verlieren völlig die Fassung!

09. Januar 2011  Allgemein

Das Superwahljahr kündigt sich an. Auf Basis eines Artikels der Parteivorsitzenden der LINKEN Gesine Lötzsch in der Jungen Welt vom 3.11. 2010 titelte Spiegel Online “Linke-Chefin erklärt Kommunismus zum Ziel der Partei“. Eine Falschmeldung: Diese Aussage lässt sich nirgendwo im Text finden. Vielmehr bekennt sich Lötzsch ausdrücklich zum demokratischen Sozialismus, betont den Freiheitsgedanken bei Rosa Luxemburg und fordert, falsche Wege nicht weiter zu beschreiten.

Das ist Hysterie, die mich an die McCarthy-Ära erinnert. Die Äußerungen von Gesine Lötzsch rechtfertigen diese Reaktion nicht. Ich bin überzeugt, dass die, die sich jetzt hier aufregen und Frau Lötzsch unterstellen, dass sie den Kommunismus wieder als Parteiziel deklariert, den Artikel überhaupt nicht gelesen haben.

In den 2007 beschlossenen Programmatischen Eckpunkten der LINKEN heißt es: “Wir haben aus der Geschichte gelernt: Respekt vor den Ansichten Andersdenkender ist Voraussetzung von Befreiung. Wir lehnen jede Form von Diktatur ab und verurteilen den Stalinismus als verbrecherischen Missbrauch des Sozialismus. Freiheit und Gleichheit, Sozialismus und Demokratie, Menschenrechte und Gerechtigkeit sind für uns unteilbar.”

Gerade weil DIE LINKE Lehren aus der Geschichte gezogen hat, setzen Linke sich in ihrer tagtäglichen Arbeit, für die Verteidigung und Stärkung der Grund- und Bürgerrechte wie auch der Stärkung der direkten Demokratie und der Bürgerbeteiligung ein. Denn eine soziale und solidarische Gesellschaft setzt selbstbewusste Menschen voraus, die frei miteinander kommunizieren und kooperieren, die aktiv am politischen Meinungs- und Willensbildungsprozess teilnehmen und ihre Rechte wahrnehmen.

Gesine Lötzsch: Die Herren vom Spiegel verlieren völlig die Fassung! / Wir brauchen keine Denkverbote

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