Fusion der Wasserverbände – Trinkwasser nicht als Handelsware

Der Wasserversorgungsverbände Wesermünde Süd und Mitte sind ein Zweckverband im Sinne des Niedersächsischen Gesetzes über die Kommunale Zusammenarbeit (NKomZG). Sie sind eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die sich in eigener Verantwortung selbst verwalten. Diese Aufgabe erfüllen die Verbände im Landkreis Cuxhaven seit 1960 mit Erfolg. Sie verfolgen nicht den Zweck, Gewinne zu erzielen. Ortsnahe, kleinzellige Strukturen bringen den Erfolg durch fundierte Kenntnis der lokalen Bedürfnisse.

Welchen Zweck die nun angestrebte Fusion der Wasserverbände im Landkreis Cuxhaven haben soll erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Bei genauerer Betrachtung kommt dann zutage, dass der angebliche Flickenteppich bestehend aus aus dem Wasserversorgungsverband Wesermünde Süd und Mitte einer „Ordnung“ weichen soll. Welchen Zweck diese Ordnung dienen soll spricht der Langener Bürgermeister Krüger recht deutlich aus. Das Ziel ist die Privatisierung der Wasserverbände nach dem Muster des in Bad Bederkesa angestrebten Verkaufs des Abwassersystems. Also Verschlankung und Optimierung um die Wasserverbände für Investoren lukrativ zu machen.

Ein Verkauf der Trinkwasserversorgung führt zu steigenden Wasserpreisen für die Bürger, hohen Gewinnen bei Konzernen und stagnierenden Investitionen zur Steigung der Gewinne und darf daher auf keinen Fall erfolgen.