Beste Chancen für eine Lehrstelle im Landkreis Cuxhaven?

Über 100.000 Ausbildungsplätze fehlen – tatsächlicher Ausbildungsplatzmangel zum 31. August 2011.

Am 1. September begann das neue Ausbildungsjahr. Die Bundesregierung ist mit dem Ausbildungsmarkt zufrieden. Die Bundesagentur für Arbeit meldet zum 31. August sogar einen Überschuss von über 3.000 Ausbildungsplätzen. Merkel gar noch 91.400 freie Ausbildungsplätze.

Doch auch hier trügt, wie schon bei der Arbeitslosenstatistik der Schein: 70 Prozent der unversorgten Bewerber/innen tauchen in der offiziellen Statistik gar nicht auf, weil sie z. B. inzwischen einen ungelernten Niedriglohnjob angenommen haben, in eine Warteschleife abgeschoben wurden oder ihre Suche schlicht aufgegeben haben. Für viele unversorgte Bewerber/innen gibt es nur Angebote aus völlig anderen Branchen oder am anderen Ende der Republik. Vielfach in Berufen ohne Perspektiven fürs Leben oder nur mit schlechten Verdienstmöglichkeiten.

Auch hier hat DIE LINKE nachgerechnet: Um ein auswahlfähiges Angebot von Ausbildungsplätzen zu erreichen, fehlen in Wahrheit bundesweit 118.229 Plätze. Das entspricht 20 Prozent der eigentlich notwendigen Ausbildungsplatzangebote. Zeit zu handeln statt zu tricksen!

durch die Bundesagentur für Arbeit gemeldeter Überschuss an Ausbildungsplätzen: 3.073
bei den Arbeitsagenturen gemeldete Bewerber/innen: 520.443
Notwendige Zahl an Ausbildungsplätzen, um regionale Unterschiede auszugleichen und den Bewerber/innen eine Auswahl bieten zu können (hierfür wird üblicherweise ein Überangebot von einem Achtel vorausgesetzt): 585.498
durch die Betriebe gemeldete Ausbildungsplätze: 467.269
Tatsächliche Zahl fehlender Ausbildungsplätze: 118.229
Quelle: Ausbildungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit: Bewerber und Berufsausbildungsstellen, Deutschland, August 2011 / Bewerber und Berufsausbildungsstellen, Deutschland, August 2010 / Zeitreihen – Teil 2: Berufsausbildungsstellen, Jahreszahlen 1997/98 bis 2008/09.

Auch die Realität im Landkreis Cuxhaven bedeutet für viele Jugendliche entweder eine Ausbildungsstelle fern der Heimat, eine oder mehrere Warteschleifen mit der wagen Aussicht im nächsten Jahr einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Die Jugendlichen, die sich für den Weg zu weit entfernten Ausbildungsbetrieben entscheiden sind in den meisten Fällen für unsere Region verloren. Denn nach der Ausbildung warten in der Ferne attraktive Jobangebote auf sie.

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