Über 7400 Vollzeitbeschäftigte in Landkreis Cuxhaven sind arm trotz Arbeit

24. November 2011  Arbeit & Kapital

DIE LINKE möchte, dass alle Beschäftigten in Deutschland nicht mehr mit Hungerlöhnen bezahlt werden. Viele Menschen haben die Hoffnung, dass sich ihre Lebenssituation verbessert und sie endlich von ihrer Arbeit würdevoll leben können.

Über 7400 Vollzeitbeschäftigte in Landkreis Cuxhaven sind arm trotz Arbeit.

Die Zeit ist reif: Auch im Landkreis Cuxhaven arbeiten 28 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten im Niedriglohnbereich. In den benachbarten Landkreisen sieht es nicht viel anders aus. Das bedeutet, sie verdienen weniger als 9,85 Euro pro Stunde – das ist in Deutschland die Niedriglohnschwelle.

Insgesamt müssen in Niedersachsen über 420.000 Vollzeitbeschäftigte zu Dumpinglöhnen arbeiten! Rund 67.000 Menschen sind in Niedersachsen gezwungen, ihr Entgelt durch staatliche Hilfe aufzustocken. Der Staat und damit alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler subventionieren so Unternehmen, die keine existenzsichernden Löhne zahlen.

Wer erst einmal im Niedriglohnsektor arbeitet, hat es schwer, in gut bezahlte und unbefristete Arbeit zu kommen. Auch bei den neu geschaffenen Arbeitsplätzen handelt es sich oftmals um Arbeitsplätze in der Leiharbeit – 40 Prozent aller offenen Stellen in Niedersachsen sind mittlerweile Leiharbeitsstellen. Während die Zahl von Leiharbeiterjobs steigt, stagniert die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen.

Die LINKE will einen gerechten und existenzsichernden Mindestlohn. Das heißt: Er muss mindestens 10 € betragen und flächendeckend sein. Nur so können Lohndumping und Altersarmut bekämpft werden.

Die Argumente, die gegen den gesetzlichen Mindestlohn angebracht werden, halten einem Faktencheck nicht stand. Die Einführung eines Mindestlohns hat volkswirtschaftlich keine negativen Folgen, im Gegenteil. Überall dort, wo es Mindestlöhne in Europa gibt, sind Arbeitsplätze geschaffen und nicht vernichtet worden.

Vom Mindestlohn würden alle profitieren: Er gibt den betroffenen Menschen ihre Würde zurück. Und er beendet den Lohndruck auf alle Beschäftigten. Außerdem werden die Staatskassen von den aufstockenden Sozialleistungen entlastet und die Binnennachfrage gestärkt.

Kontakt DIE LINKE vor Ort. Carsten Zinn, Telefon 04747 30 53 30.

Mehr dazu auch im Artikel: Erst Hungerlohn, dann Altersarmut?!