Netzentgelte verteuern angeblich den Strom

18. Januar 2012  Energie

Die EWE erhöht die Preise für Strom zum 1. März um 3 Prozent, dies sind brutto 0,83 Cent pro Kilowattstunde. Bei der letzten Preiserhöhung zum 1. Februar 2011 waren es 4,6 Prozent. „Auch bei dieser neuen Preisrunde sind ca. eine Million Stromkunden mit einer jährlichen Mehrbelastung von durchschnittlich 27 Euro betroffen“, erläutert Carsten Zinn, Ratsmitglied in Beverstedt und Sprecher des LINKEN Ortsverbandes.

Wieder muss ein angeblicher Anstieg der Netzentgelte, die EEG-Umlage und eine neu eingeführte Industrieumlage als Begründung herhalten. Bei der von der Bundesregierung zum Jahreswechsel eingeführten Industrieumlage können sich stromintensive Unternehmen von der Zahlung der Netzentgelte befreien lassen. Die dadurch entstandenen Kosten werden auf alle anderen Stromverbraucher in Deutschland umgelegt. Dies bedeutet, es wird den privaten Haushalten wieder in die Tasche gegriffen, statt diese energieintensiven Großbetriebe zum Energiesparen zu zwingen. Diesen wird das Geld von der Regierung hinterher geworfen. Eigentlich müsste diese Regelung einen Proteststurm unten den betroffenen Haushalten hervorrufen, meint Carsten Zinn. Dies ist bisher aber nicht der Fall.

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