5. Mai Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Eine inklusive Welt für Alle !DIE LINKE

Es besteht akuter Handlungsbedarf und es gehört mehr dazu, Menschen mit Behinderung die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, als lediglich anzukündigen Bahnhöfe barrierefrei zu gestalten und eine inklusive Kita-Gruppe einzurichten.

In allen Verwaltungen, in den Kommunen, in den Bildungseinrichtungen, in den Einrichtungen der Fürsorge und Wohlfahrt, im Gesundheitswesen, in den Parteien, Vereinen, Interessenverbänden und in der Wirtschaft – überall müssen die Menschenrechte Barrierefreiheit, Recht auf Teilhabe, Emanzipation, Inklusion und Solidarität gelebt werden.

Nicht nur DIE LINKE OV Beverstedt verlangt Menschenrechte für alle: für Menschen mit und ohne Behinderung ebenso wie für Männer und Frauen und für Menschen jeglicher Herkunft oder Ethnie. Die volle Umsetzung der „UN-Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderung“ (BRK) in unserem Land ist daher auch unsere Forderung am Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung den 5. Mai.

Dazu gehört neben einem flächendeckenden und barrierefreien Angebot des öffentlichen Verkehrs mit attraktiver Taktung, guten Umsteigemöglichkeiten sowie sozialverträglichen Tarifen, auch inklusive Bildung nach Artikel 24 der BRK als Grundrecht durchzusetzen und ein inklusives Bildungssystem zu schaffen, in dem alle Kinder und Jugendlichen möglichst lange gemeinsam lernen und bestmöglich gefördert werden.

Das große Problem auf dem Weg der Umsetzung heißt Kapitalismus. Ein Wirtschaftssystem, das als einzigen Wert Profit kennt, steht im permanenten Gegensatz zur Verwirklichung der Menschenrechte. Endlich müssen wir umdenken und eine Wirtschaftsordnung nach Artikel 14 Absatz 2 des Grundgesetzes (Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.) errichten, die auf das Gemeinwohl ausgerichtet und auf die Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet ist.