Geld für Straße vorhanden / Geld für Kindergarten nicht

Mit großer Verwunderung hat Carsten Zinn, Ratsmitglied der LINKEN in Beverstedt die Empfehlung des Beverstedter Bauausschusses für den Ausbau des Fuhrenkampsweg zur Biogasanlage auf einer Länge von ca. 500 Meter zu Kenntnis genommen. Der geplante asphaltierte Ausbau für 55.000 € auf eine Breite von 4,5 Meter ist einzig für den Betreiber der Biogasanlage von nutzen und ist damit eine Subvention für diese Anlage.

„Offensichtlich ist es wichtiger einem Einzelnen die schnelle Zuwegung für seine Anlage zu ermöglichen als das Geld sinnvoller in günstige Gebühren und Ausstattung für die Kindergärten zu investieren. Auch im jetzigen Zustand der Straße ist der Betrieb der Biogasanlage nicht gefährdet. Einzig die Fahrt der großen, schweren und schnellen Traktoren mit Güllefässern und Maissammelwagen muss langsamer erfolgen“, so Zinn.

Sollte es zu einer Ergänzung der Biogasanlage durch den Bau von vier Hähnchenmastställen am Fuhrenkampsweg kommen ist der Ausbau dieses 500 Meter Streckenabschnittes dafür sinnlos da die Belieferung, wie bereits jetzt für die bestehende Biogasanlage, zum großen Teil über die Verlängerung Börgershausen des Fuhrenkampsweges zur Bundesstraße 71 erfolgt. Auch dieser Weg ist für diese Art der Nutzung nicht ausgelegt und bereits jetzt durch den ständigen Schwerlastverkehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Ferner gibt es auch an diesem Streckenabschnitt Anwohner die durch die Transporte belästigt werden.

Zinn weiter: „Eine Genehmigung für die Errichtung der Hähnchenmastställe darf es nicht geben um den Verkehr in diesem Gebiet nicht weiter zu verstärken. Sollte der Ausbau des Fuhrenkampsweges für die Biogasanlage vom Betreiber tatsächlich gewünscht sein, muss nach dem Motto »Wer die Musik bestellt muss auch dafür bezahlen« verfahren werden. Das für den Ausbau veranschlagte Geld sollte sinnvoller in die Zukunft der Beverstedter Kinder investiert werden.“

Weiter kritisiert Zinn die Vorgehensweise um den Ausbau des Teilabschnittes vorzubereiten. Jede Mitnahme betroffener Bürger wird ausgeschlossen, zusätzlich wird auch hier die endgültige Abstimmung über das Straßenbauvorhaben im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss mit seiner begrenzten Mitgliederzahl vorgenommen. Ratsmitglieder ohne Fraktions- oder Gruppenzugehörigkeit sind dort nur als Gast ohne Rederecht zugelassen.