Einheitsgemeinde Beverstedt

Kita-Gebühren nicht vertagen – aussetzen!

Die von alle Fraktionen des Beverstedter Rates beschlossene Erhöhung der Kita-Gebühren wird von der Beverstedter LINKEN abgelehnt. Wieder einmal soll jungen Familien und Alleinerziehenden das meist ohnehin knappe Einkommen gekürzt werden. Im ersten Anlauf um 30 Cent pro Wochenstunde, der zweite Schritt soll weitere 30 Cent betragen. Treffen wird diese Erhöhung Menschen in schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen, bei denen der Stundenlohn oftmals gerade das doppelte des beschlossenen Stundensatzes von 3,60 € beträgt.

Als geradezu Zynisch ist vor dieser Tatsache die Äußerung von Claus Götjen (CDU) zu sehen: „Wir sind nicht gerade auf Rosen gebettet“. Auf Rosen gebettet sind die Bezieher dieser Einkommen tatsächlich nicht, leider meint Herr Götjen aber die Gemeinden, die die Politik seiner Berliner Parteikollegen ausbaden müssen.

Vor einigen Jahren wurde die Grundsteuer in Beverstedt, mit der Begründung die Kita-Gebühren familienfreundlich zu halten, erhöht. Vor diesem Hintergrund muss die Frage erlaubt sein: „Wo wird denn dieses Geld jetzt verwendet?“ Offensichtlich ja nicht mehr in den Kitas.

DIE LINKE fordert daher nicht weiter über den Termin für die Erhöhung nachzudenken, sondern die Erhöhung auszusetzen. Statt dessen sollte über eine Abschaffung der Gebühren für Kitas nachgedacht werden. Alles andere macht Familien zum Sparschwein der Nation.

Tagesmütter übernehmen Aufgabe der Gemeinde

04. Juli 2010  Einheitsgemeinde Beverstedt

Nach der Schließung des Kindergartens in Heerstedt übernehmen engagierte Tagesmütter zum 1. August den Kindergartenbetrieb. Dies ist eine Privatisierung des Kindergartens durch die Hintertür. Hier trennt sich die Gemeinde von einer Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Erzieherinnen sind bei einer Anstellung im öffentlichen Dienst sicher teurer als Tagesmütter in freier Regie. Allerdings und dies ist der springende Punkt, ist die Absicherung im Alter, sowie bei Krankheit der Tagesmütter nicht geregelt, da die Arbeit als Tagesmutter eine selbstständige Tätigkeit ist. Hier tut sich für die Zukunft eine Versorgungslücke auf, die dann eventuell durch die Sozialämter geschlossen werden muss.

Weitere Schließungen von Kindertagesstätten darf es in der Samtgemeinde Beverstedt nicht geben. Der Bedarf an qualifizierter Betreuung für Kinder ist offensichtlich vorhanden. Die Gemeinde darf sich in diesem Bereich keinen Sparzwängen beugen, denn der Versuch, so einige Euro zu sparen, führt langfristig zu höheren Kosten für die Bürger.

Neuer Verbrauchermarkt in Lunestedt

04. März 2010  Einheitsgemeinde Beverstedt

Die Ansiedlung eines weiteren Verbrauchermarktes in der Gemeinde Lunestedt darf nicht erfolgen. Die Versorgung in dem 2500 Einwohner zählendem Ort ist durch die bereits jetzt vorhandenen Geschäfte, insbesondere des Verbrauchermarktes gesichert. In diesem ist eine Postagentur angesiedelt, deren Existenz durch einen weiteren Verbrauchermarkt gefährdet ist.
Die Ansiedlung eines weiteren Verbrauchermarktes an der Ecke Wesermünder Straße / Reithornweg würde einen Verdrängungskampf auslösen. Dieser bedeutet für die Beschäftigten im schlimmsten Fall den Verlust des Arbeitsplatzes. Auf jeden Fall aber ein weiteres Einfallstor für Dumpinglöhne in diesem Bereich. Es stellt sich ohnehin die Frage aus welchem Grund ausgerechnet an dieser Stelle ein weiterer Verbrauchermarkt gebaut werden soll. Denn er soll auch Kundschaft aus anderen Orten u.a. auch Bokel abziehen. Zur Erinnerung in Bokel hat vor nicht langer Zeit ein Verbrauchermarkt seine Pforten geschlossen. Der Standort in Bokel drängt sich also förmlich auf.
In Lunestedt selbst sollten die Geschäftsleute dem Beispiel von Karstadt in Bremerhaven folgen und druck auf die Politik ausüben um eine weitere unbedachte Ansiedlung von Verbrauchermärkten zu verhindern.