Einheitsgemeinde Beverstedt

Veranstaltung zur Situation der von Lohndumping betroffenen

Lunestedt. Lohndumping hat in Deutschland seit vielen Jahren Konjunktur. Die Zahl der Beschäftigten, die vom Lohn ihrer Arbeit nicht leben können, ist stark gestiegen. Stundenlöhne von sechs Euro und weniger sind auch in unserer Region keine Seltenheit. Dies gilt gleichermaßen für alle Branchen, egal ob Bäcker, Friseur, als Leiharbeiter oder im Handel. Der Anteil der Niedriglöhne ist seit 1995 von 15 auf 22 Prozent gewachsen. Fast jeder Zweite der 1,413 Millionen Teilzeitbeschäftigten im Einzelhandel arbeitet als ausschließlich geringfügig entlohnter Beschäftigter. Insbesondere Frauen sind betroffen und werden schlecht bezahlt.

Immer mehr Menschen verdienen trotz Arbeit im Einzelhandel so wenig, dass sie auf Sozialleistungen angewiesen sind. Der Staat subventioniert so Unternehmen, die schlechte Löhne zahlen, obwohl die Gewinne steigen. Für die Zukunft bedeutet dies für die betroffenen Menschen ein Leben in Altersarmut, weil ihr Rentenanspruch minimal ist. Und auch hier muss der Staat bis zur Höhe der Grundsicherung aufstocken.

Ein Ausweg ist der von der LINKEN geforderte Mindestlohn von 10 €. Zu diesem Thema wird Arbeits- und Sozialexpertin, die Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann, am Donnerstag, den 25.08.2011 um 19 Uhr in der Deutschen Eiche in Lunestedt, Hauptstr. 88  (Wegbeschreibung), den Standpunkt der LINKEN erläutern und an Bespielen aus dem Handel anschaulich machen. Anschließend ist eine Diskussion geplant.

WebSite von Jutta Krellmann & Flyer zur Veranstaltung: PDF

Gute Jobchance für Jugendliche?

Wie bei der Arbeitslosenstatistik schönt die Bundesregierung die Statistik des Statistischen Bundesamtes zum Armutsrisiko und zur Arbeitslosenquote junger Menschen in Deutschland. Ausgeblendet wird kurzerhand alles was die angeblich so sonnige Aussicht auf ein Leben in Würde trüben könnte, erläutert Carsten Zinn, Sprecher der LINKEN in Beverstedt die Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

„In Deutschland ist jeder fünfte Jugendliche von Armut bedroht. Damit ist diese Altersgruppe proportional weit mehr betroffen als andere Altersgruppen. Jugendliche leiden besonders stark unter den Auswirkungen des neoliberalen Deregulierungs- und Flexibilisierungswahns der letzten 20 Jahre. Diese negative Entwicklung hat auch im Landkreis Cuxhaven und damit in der Samtgemeinde Beverstedt Auswirkungen.

Zwar liegt Deutschland europaweit auf einem relativ guten Platz bei der Jugendarbeitslosigkeit, doch der Schein trügt. Denn laut Statistischem Bundesamt sind 36,8 Prozent der Jugendlichen atypisch beschäftigt. Das heißt sie befinden sich in befristeten Beschäftigungsverhältnissen, absolvieren unbezahlte Praktika, haben Niedriglohnjobs, oder knechten als Leiharbeiter. Sie sind auch hierbei proportional noch stärker betroffen als die Gesamtbevölkerung. Dies betrifft in besonderem Maße die Jugendlichen im Landkreis Cuxhaven, entweder absolvieren sie eine Ausbildung fernab der Heimat oder sie verlassen diese gleich nach der Ausbildung. Hier gibt es für junge Menschen zu wenig Chancen auf eine positive Entwicklung.

Daher ist es höchste Zeit für ein wirksames Sofortprogramm gegen Jugendarbeitslosigkeit und Jugenderwerbsarmut, eine Mindestausbildungsvergütung und die Definition von Praktika in Arbeits- und Lernverhältnisse mit festgelegten Qualitätsstandards. Die Bundesregierung muss endlich handeln.”

Statt dessen wird unprofessionell  an den Arbeitsamtbezirken in unserer Region gebastelt. Schon jetzt erscheint die Aufgabe des Arbeitsamtes in der Hauptsache darin zu bestehen den Mangel zu verwalten. Durch die Verlegung der Arbeitsamtdirektion kann mit Sicherheit nicht besser auf die spezielle Situation vor Ort reagiert werden.

Aus dem Blickwinkel des Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung sieht die Situation der Jugendliche so aus:

SGB II-Leistungsberechtigte im Alter von 15 bis unter 25 Jahren im April 2011:
Im April 2011 lebten in der Bundesrepublik Deutschland 9,5 Prozent (866.000) der insgesamt etwa 9,1 Millionen jungen Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren in SGB II-Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV). Die vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) berechneten Quoten reichen in den Ländern von 21,1 Prozent in Berlin bis 3,8 Prozent in Bayern und in den 412 Kreisen von 22,1 Prozent in der Stadt Bremerhaven bis 1,1 Prozent in den Landkreisen Eichstätt und Freising.
34.900 (4,0%) der 866.000 Leistungsberechtigten im Alter von 15 bis unter 25 Jahren gelten rechnerisch als „nicht erwerbsfähig“ (Sozialgeld-Empfänger/innen), 831.100 (96,0%) als „erwerbsfähig“ (Arbeitslosengeld II-Empfänger/innen).
Von den 831.100 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Alter von 15 bis unter 25 Jahren gelten 19,6 Prozent (162.600) als „arbeitslos“.
Quelle: Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ)

Jetzt mitmachen – Wahlkampf aktiv!

Die ersten Plakate der LINKEN werden sichtbar. Viele Mitglieder der Partei haben bei der Vorbereitung geholfen, alte Plakattafeln aufbereitet und neue Plakate geklebt. Jetzt werden in den Straßen der Samtgemeinde Beverstedt die Forderungen der LINKEN zu sehen sein: Gute Arbeit, soziale Gerechtigkeit und die Energiewende vor Ort.

Linke Politik ist kein Selbstzweck. Sie stellt die Interessen der Mehrheit der Menschen in den Mittelpunkt. Das sagte Carsten Zinn, Gemeinde- und Kreistagskandidat  der LINKEN in der Samtgemeinde Beverstedt und im Wahlbereich VII – Beverstedt, Schiffdorf – bei einem Gespräch mit interessierten Bürgern der Region.

Die Vorstellung des Wahlprogrammes der Samtgemeinde Beverstedt und des Kreiswahlprogrammes ist schon wenige Tage nach der Vorstellung im Internet als Erfolg zu werten, hunderte von Zugriffen sprechen für das große Interesse an den Themen der LINKEN in Beverstedt und im Landkreis Cuxhaven. In wenigen Tagen wird das Kreiswahlprogramm auch in gedruckter Form vorliegen und kann von Interessierten angefordert werden. Nach und nach werden sich hier auf der Homepage die Kandidatinnen und Kandidaten mit ihren Vorstellungen präsentieren.

Werden auch Sie aktiv. Geben Sie uns Rückmeldung über unsere Aktivitäten, machen Sie mit beim Plakate hängen, Material verteilen oder bei der Vorbereitung unserer Veranstaltungen. Gern informieren wir Sie direkt. Schicken Sie uns einfach eine Mail: [email protected] oder telefonisch unter 04747 30 53 30.

66 Jahre Hiroshima und Nagasaki – DIE LINKE. Beverstedt mahnt und gedenkt

eine atomwaffenfreie Welt ist möglich und nötigAnlässlich des 66. Jahrestages des Abwurfs von Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki erklärt der Sprecher der Partei DIE LINKE. Beverstedt, Carsten Zinn: Sechundsechzig Jahre ist der Atombombenabwurf auf die japanische Stadt Hiroshima und Nagasaki jetzt her. Am 6. und 9. August 1945 brachte ein us-amerikanischer Bomber die erste Nuklearwaffe zum Einsatz – und vernichtete die Städte und hunderttausende Menschenleben.

Die Bombardierung Hiroshimas und Nagasaki durch die amerikanische Luftwaffe ist eines der finstersten Kapitel des Zweiten Weltkrieges und steht exemplarisch für Allmachtsphantasien, sinnlose Zerstörung und Barbarei. Bis heute leiden Menschen unter den Folgen. Mahnung und Erinnerung, Gedenken an die Opfer sind heute unsere Aufgabe. Verpflichtung für jeden Tag ist der Einsatz für eine friedliche Welt.

Dazu gehört die Forderung, das atomare Wettrüsten endlich einzustellen und die weltweite Abrüstung durchzusetzen. Der Wunsch nach einer atomwaffenfreien Welt ist keineswegs Illusion, darf nicht Vision bleiben. Eine atomwaffenfreie Welt ist möglich und notwendig. Statt von Abrüstung zu reden, müssen endlich praktische Schritte eingeleitet werden.

DIE LINKE stellt sich konsequent gegen jede Art von kriegerischer Auseinandersetzung. Sie ist die Friedenspartei in Deutschland und hat sich als einzige Partei immer gegen den Krieg in Afghanistan, den Krieg im Irak und die Beteiligung der Bundesrepublik am Krieg in Libyen ausgesprochen.

Damit die Schrecken des Krieges, für die Hiroshima und Nagasaki exemplarisch stehen, nicht vergessen werden, ist Erinnerung und Mahnung dringend notwendig. Keinen Krieg MIT UNS! Niemals!

Fusion der Wasserverbände – Trinkwasser nicht als Handelsware

Der Wasserversorgungsverbände Wesermünde Süd und Mitte sind ein Zweckverband im Sinne des Niedersächsischen Gesetzes über die Kommunale Zusammenarbeit (NKomZG). Sie sind eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die sich in eigener Verantwortung selbst verwalten. Diese Aufgabe erfüllen die Verbände im Landkreis Cuxhaven seit 1960 mit Erfolg. Sie verfolgen nicht den Zweck, Gewinne zu erzielen. Ortsnahe, kleinzellige Strukturen bringen den Erfolg durch fundierte Kenntnis der lokalen Bedürfnisse.

Welchen Zweck die nun angestrebte Fusion der Wasserverbände im Landkreis Cuxhaven haben soll erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Bei genauerer Betrachtung kommt dann zutage, dass der angebliche Flickenteppich bestehend aus aus dem Wasserversorgungsverband Wesermünde Süd und Mitte einer „Ordnung“ weichen soll. Welchen Zweck diese Ordnung dienen soll spricht der Langener Bürgermeister Krüger recht deutlich aus. Das Ziel ist die Privatisierung der Wasserverbände nach dem Muster des in Bad Bederkesa angestrebten Verkaufs des Abwassersystems. Also Verschlankung und Optimierung um die Wasserverbände für Investoren lukrativ zu machen.

Ein Verkauf der Trinkwasserversorgung führt zu steigenden Wasserpreisen für die Bürger, hohen Gewinnen bei Konzernen und stagnierenden Investitionen zur Steigung der Gewinne und darf daher auf keinen Fall erfolgen.